Warum wird man Reiseleitung in Salalah?

Viele Urlauber haben erst vor kurzem von der Destination Oman erfahren. Die Meisten mussten vermutlich erstmal recherchieren, wo Salalah eigentlich liegt.
Wie kommt es da, dass es dennoch ein paar junge Deutsche gibt, die sich direkt dafür entscheiden, in diesem doch für viele so fremden Land zu leben und zu arbeiten, entgegen aller in Europa kursierenden Vorurteile?
Was sind die Schwirigkeiten, denen man sich stellen muss und was motiviert einen, dennoch dabei zu bleiben?

Unsere ehemalige Kollegin Nina hat diese Fragen für Sie folgend kurz einmal aus ihrer Sicht beantwortet:


"Warum habe ich mich dazu entschieden im Oman als Reiseleiterin zu arbeiten?"

Nina: "Das ist eine sehr gute Frage :D

Bereits während meines Studiums, habe ich nebenbei 4 Jahre lang in einer Kanzlei gearbeitet. Währenddessen habe ich mir die Frage gestellt, ob ich mir vorstellen kann, von nun an die nächsten 40 Jahre an einem Schreibtisch zu sitzen. Da ich das für mich relativ schnell mit "Nein" beantworten konnte, habe ich für mich etwas gesucht, bei dem ich meine Liebe für Natur, Sonne und gutgelaunte Menschen miteinander verbinden kann. Ich habe mich im Oman als Reiseleiterin beworben, weil ich bereits 2013 im Oman in Urlaub war. Und das, was ich damals kennenlernen durfte, gefiel mir unwahrscheinlich gut: karibische Traumstrände, freundliche Menschen, die mit sehr viel Respekt miteinander agieren, ca. 30 Grad das ganze Jahr hindurch und jeden Tag Sonne. Täglich darf ich tolle Menschen kennenlernen und mit ihnen zusammen die Dhofar Region erkunden. Wenn ich die Gäste nach der Tour am Hotel absetze und sie glücklich sind, macht mich das unwahrscheinlich zufrieden."

 

Was empfand ich als schwierig?

Nina: "Am Anfang war es für mich schwierig, dass die deutsche Gemeinschaft aus zehn Menschen in Salalah besteht ;-D Hinzu kommen die unterschiedlichen Arbeitszeiten derer, die hier auch im Tourismus tätig sind. Daher ist es nicht einfach, in Salalah Anschluss zu finden."

 

Was hat mich begeistert?

Nina: "Insbesondere hat mich der Umgang der Menschen miteinander beeindruckt: Im Supermarkt fährt mir niemand in die Hacken, man wird freundlich und respektvoll behandelt, jeder grüßt sich und vor allem ist mir aufgefallen, dass alle Omanis eines gemeinsam haben: der andere bekommt im täglichen Miteinander immer den Vorrang vor dem ich. Das ist wahrscheinlich auch das Geheimnis, weshalb die Omanis so tiefenentspannt sind und meist konfliktfrei miteinander leben."